Wandelbar wie ein Chamäleon

Kaltes Plasma ist anpassungsfähig – auch für Ihre Anwendungsbereiche

Kaltes atmosphärisches Plasma inaktiviert bzw. reduziert hochwirksam und je nach Design der Plasmaquelle

  • Bakterien, Sporen, Pilze und Viren
  • Biofilme
  • Milben und Allergene
  • Gerüche – in Luftströmen oder Textilien (Prozess der „Electron-Impact-Dissociation“)
  • Schädliche Moleküle im Durchfluss

Auf Grund dieser Eigenschaften findet sich Plasma bei den unterschiedlichsten Bedingungen und Einsatzgebieten zurecht. Mit unseren verschiedenen und patentierten Basistechnologien arbeiten wir zusammen mit kleinen, mittleren sowie global agierenden Unternehmen bereits in diesen Bereichen:

Medizintechnik - Anwendungsbereich
Medizintechnik
Hygiene - Anwendungsbereich
Hygiene
Anwendungsbereich - Wassermanagement
Wasseraufbereitung
Geruchsmanagement - Anwendungsbereich
Geruchsmanagement
Abgaskontrolle
Abgaskontrolle

Medizintechnik

Im Bereich der Medizintechnik kombinieren wir unsere Kaltplasmatechnologie mit der medizinischen Sachkenntnis von Ärzten, Pflegefachkräften und anderen Berufen im Gesundheitswesen, um neue Lösungen für die Therapie, Krankenpflege, Rehabilitation und Lebensqualität kranker oder auch gesunder Einzelpersonen zu entwickeln. Wichtige Fragestellungen hierzu sind im Folgenden aufgeführt:

Medizintechnik - Anwendungsbereich

Ja. Bislang konnten alle untersuchten Bakterienspezies mit kaltem atmosphärischem Plasma inaktiviert werden.

Ja. Plasma inaktiviert Bakterien unabhängig von deren Resistenzlevel gegenüber Antibiotika. Wir konnten bereits zeigen, dass der MRSA-Keim im gleichen Maß wie beispielsweise Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa oder Streptococcus agalactiae inaktiviert wird.

Im Prinzip ja – allerdings muss die Plasmaquelle entsprechend designt werden, sodass die Oberflächen nicht verändert oder beschädigt werden.

Nein, insofern die Plasmaquelle entsprechend designt wird. In unserer Tochterfirma terraplasma medical wird gerade ein professionelles Kaltplasmagerät zur Wundbehandlung (Medizinprodukt Klasse IIa) entwickelt. Präklinische Untersuchungen zeigen, dass die Plasmaexposition keinen negativen Effekt auf Keratinozyten, Fibroblasten und menschliches Gewebe hat.

Ja. Untersuchungen an thermolabilem Equipment zeigen, dass eine Reduktion von z.B. Geobacillus stearothermophilus Sporen um 99,9999% innerhalb einer kurzen Behandlungszeit von ein paar Minuten erreicht werden kann.

Kaltes atmosphärisches Plasma erzeugt gasförmige Plasmaspezies, die mittels geeigneter Strömung auch feine Kanäle sowie Hohlräume erreichen können. Somit ist auch an schwierigen Stellen eine Desinfektion oder Sterilisation möglich. Mit Hilfe eines externen Dienstleisters wurde bereits eine Methode zur Reduktion von Enterococcus faecium um 99,9999% in den feinen Kanälen und Hohlräumen von verschiedenen dentalen Instrumenten validiert.

Hygiene

Max Rubner definierte bereits 1911 die Hygiene ist „die bewusste Vermeidung aller der Gesundheit drohenden Gefahren und die Betätigung gesundheitsmehrender Handlungen“ (Helmut Siefert: Hygiene. In: Enzyklopädie Medizingeschichte. 2005, S. 647). Eine zentrale Aufgabe im Bereich Hygiene ist damit die fachliche Beratung bei der Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten und ihren Keimen. Bei den derzeitigen Diskussionen über die stete Zunahme von Multiresistenten Keimen und dem Mangel an Methoden und Wirkstoffen gegen Bakterien bleibt die Hygiene deswegen ein aktuelles und brisantes Thema. terraplasma hat diesen Bedarf erkannt und bietet mit kaltem atmosphärischem Plasma Lösungen an:

Hygiene - Anwendungsbereich

Kaltes atmosphärisches Plasma kann überall eingesetzt werden, wo Mikroorganismen und/oder Gerüche aus hygienischer Sicht Probleme bereiten, z.B. bei Wasch- und Reinigungsmaschinen wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler oder auch bei Reinigungsgegenständen wie Putzlappen, Zahnbürsten, etc.

Dabei ist es möglich je nach der anvisierten Anwendung mit gasförmigem Plasma oder plasmaaktiviertem Wasser zu arbeiten.

 

Plasmaaktiviertes Wasser (PAW) wird mit Energie, Umgebungsluft und Leitungswasser hergestellt. Nach einer gewissen Zeit rekombinieren alle eingetragenen Plasmaspezies im Wasser und es bleibt Wasser in Trinkwasserqualität zurück. Trotz der bakteriziden Wirkung des PAWs fallen am Ende damit keine aufwändig zu entsorgenden bzw. aufzubereitenden Abfallstoffe an.

 

Ja und nein. Plasmaaktiviertes Wasser (PAW) mit Ausrichtung auf die Stickstoffspezies (N-Mode mit erhöhter Anzahl an Stickstoffspezies, reduzierter Anzahl an Sauerstoffspezies) bleibt bis zu 7 Tage aktiv.

PAW mit Ausrichtung auf die stärker bakteriziden Sauerstoffspezies (O-Mode mit erhöhter Anzahl an Sauerstoffspezies, reduzierter Anzahl Stickstoffspezies) ist nur kurzzeitig, bis maximal 20 min, aktiv.

Aktiv bedeutet, dass wir im angegebenen Zeitfenster eine signifikante bakterizide Wirkung von bis zu 99,9999% Reduktion nachweisen konnten.

Wasseraufbereitung

„Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, es kann nicht ersetzt werden.“
Dieser Eingangs- und Leitsatz der DIN 2000 zur zentralen Trinkwasserversorgung zeigt die Notwendigkeit zum Schutz des Wassers unserer Gesellschaft. Dazu gehört der sparsame Verbrauch von sauberem Trinkwasser sowie die Aufbereitung von Wasser aus Anwendungen und Verbrauch bis hin zur Trinkwasserqualität. Häufig spielen Bakterien eine signifikante Rolle bei der Belastung von Wasser. Mit Hilfe unsere Kaltplasmatechnologie kann hier eingegriffen werden:

Anwendungsbereich - Wassermanagement

Ja. Plasmaspezies sind auch im Wasser wirksam und inaktivieren Bakterien und Viren innerhalb kürzester Zeit – 99,9999% innerhalb einer Behandlungszeit von 2 min. Ein externes Trinkwasserlabor bestätigte, dass plasmaaktiviertes Wasser alle Grenzwerte der deutschen Trinkwasserverordnung einhält.

Nein. Schmutzpartikel und Schwebstoffe im Wasser können nicht durch Plasma entfernt werden. Hierzu ist ein Filter notwendig.

Geruchsmanagement

Geruchsbelästigung ist ein präsentes Thema in unserem alltäglichen Leben. Gerüche durch Verkehr, Tierhaltung, Abfallwirtschaft oder Gastronomie werden oft als unangenehm und störend empfunden. Einige Länder haben dies bereits erkannt und haben neben dem Bundes-Immissionsschutzgesetz eine Geruchsimmissionsrichtlinie zur Reduktion von störenden Gerüchen eingeführt. Kaltes atmosphärisches Plasma bietet hier eine Möglichkeit, um Gerüche effektiv zu zerstören.

Geruchsmanagement - Anwendungsbereich

Die geruchszerstörende Wirkung von unseren Plasmen beruht auf der Wechselwirkung von freien Elektronen im Plasmacocktail mit den Geruchsmolekülen (Electron Impact Dissociation). Freie Elektronen sind sehr reaktiv und wechselwirken unverzüglich mit den Geruchsmolekülen. Aus diesem Grund setzt die geruchszerstörende Wirkung innerhalb weniger Nanosekunden ein.

Da die Geruchsbeseitigung auf dem Aufbrechen kovalenter Verbindungen durch freie Elektronen des kalten atmosphärischen Plasmas beruht, besteht keine Beschränkung auf bestimmte Gerüche. Bereits untersucht wurde die Beseitigung von Küchengerüchen, Schweiß und Zigarettenrauch.

Im Wesentlichen basieren die auf dem Markt existierenden Geräte auf Ozonreaktionen und arbeiten ausschließlich im Abluftbetrieb. Unsere Technologie dagegen erlaubt den Aufbau einer luftdurchlässigen Elektrode und somit eines Geräts, das den Betrieb im Umluftverfahren ermöglicht. Die geruchszerstörende Wirkung begründet sich hier, im Gegensatz zu momentan erhältlichen Anlagen, in der Elektronen-Dissoziation (unabhängig von Ozon).

Ja. Es können sowohl kleine Einheiten (z.B. für die Luftaufbereitung im häuslichen Bereich) oder auch größere Einheiten (z.B. für den Einsatz in Dunstabzugshauben oder zur Abluftreinigung in Ställen) entwickelt werden.

Abgaskontrolle

Schlagworte wie Abgas-Grenzwerte, Fahrverbote, Diesel-Desaster und Manipulationen dominieren die Schlagzeilen der Zeitungen. Die Abgaskontrolle im Automobilbereich ist demnach ein derzeit weltweit diskutiertes Thema, bei dem deutlich wird, dass neue Technologien notwendig sind, um die existierenden Probleme bei der Emission von Stickstoffoxiden und Kohlenstoffmonoxid und -dioxid zu lösen. Wir sind überzeugt, dass mit unserer Kaltplasmatechnologie ein Beitrag zur Einhaltung der vorgegebenen (und zukünftigen) Abgas-Grenzwerte geleistet werden kann:

Abgaskontrolle

Plasma – erzeugt mit unserer Technologie – bricht kovalente Verbindungen durch seine freien Elektronen auf, sodass es keine Beschränkung hinsichtlich der Wirkbreite des zu kontrollierenden Abgases gibt. Limitierungen entstehen im Wesentlichen nur durch die verfügbare Plasmaleistung und das Plasmadesign. Zudem erfordert der Einsatz von kaltem atmosphärischem Plasma lediglich die Plasmaquelle selbst und Energie. Das Plasmasystem ist (im Vergleich zu herkömmlichen Systemen) kompakt, leicht und einfach zu installieren und warten.

Nein. Kaltes atmosphärisches Plasma beruht auf Wechselwirkungen reaktiver Plasmaspezies mit Molekülen seines Umfelds. Durch diese Prozesse können keine Nano- oder Mikropartikel aus der Luft bzw. dem Gas entfernt werden – nur zusammen mit (z,B. elektrostatischen) Filtern.

Ja, die Systeme der terraplasma sind grundsätzlich skalierbar zu größeren Systemen.

Sprechen Sie uns an, um detaillierte Informationen zu erhalten oder eine neue Idee in anderen Anwendungsbereichen umzusetzen.

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