Startschuss für Forschungsverbundprojekt zur Beatmungshygiene

Full House bei terraplasma, dem Innovationsführer im Bereich Entwicklung und Umsetzung von Anwendungen mit kaltem Plasma. Es trafen sich Vertreter aller teilnehmenden Partnerfirmen des zum ersten September gestarteten Forschungsverbundprojekts „Desinfektion der Abluft von Beatmungsgeräten mit kaltem Plasma (Beatmungshygiene)“ in den Räumen von terraplasma in Garching bei München. Unter dem Motto „Aktion Anti-HAI – Innovationen zur Bekämpfung von Hospital Assoziierten Infektionen“ fand so das erste persönliche Kick Off Meeting statt.

Es geht bei der Aktion um die Entwicklung von medizintechnischen Lösungen im Krankenhausumfeld, die „Hospital Assoziierte Infektionen (HAI)“ verhindern oder reduzieren sollen. Mit jährlich bis zu 600.000 Infektionen und 20.000 Todesfällen in Deutschland sind diese nicht nur ein Phänomen der verschiedenen Coronawellen, sondern ein dauerhaftes Thema. Gerade die Zunahme multiresistenter Keime ist dabei besonders kritisch. Laut einer Studie der AMR Industry Alliance könnten die Todesfälle durch Arzneimittel-Resistenzen weltweit im Jahr 2050 auf ca. 10 Mio. pro Jahr ansteigen.

HAI treten besonders in Intensive Care Units (ICUs) auf und 98 % der HAI in ICUs sind mit Intubation assoziiert. Die Ausbreitung eingeschleppter Keime durch Beatmungs- und Absauggeräte ist ein kritischer Punkt in der bisher eingesetzten Schutztechnik. Keime werden zwar gefiltert, aber nicht abgetötet. Der tägliche Wechsel und die Entsorgung der Beatmungsfilter stellt für das Krankenhauspersonal und die Patienten deshalb eine permanente Gefahr dar.

Der Lösungsansatz im Forschungsverbundprojekt ist die Kombination von bewährten Filtern mit eingebauten Plasmamodulen zur Inaktivierung von Bakterien und Viren direkt in der Atemabluft bzw. im Absaugbereich der Geräte. Die Plasmabehandlung basiert auf hocheffizienten physikalischen Prozessen, die eine Resistenzbildung verhindern. Die vorgesehene Entwicklung einer stabilen und kostengünstigen keramischen Plasmaelektrode, zusammen mit einer robusten und zuverlässigen Desinfektionstechnik, wird einen signifikanten Beitrag zur Sicherheit in Krankenhäusern und anderen Gesundheits-Einrichtungen liefern.

Das Forschungsverbundprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Namen „Desinfektion der Abluft von Beatmungsgeräten mit kaltem Plasma (Beatmungshygiene)“ wurde am 8. August 2022 bewilligt und am 1. September 2022 erfolgte der operative Start mit einer Laufzeit von insgesamt drei Jahren und einem Gesamtvolumen von etwa 3 Mio. €. Das Vorhaben wird zusammen mit Partnern aus der Fraunhofer Gesellschaft IKTS (Dresden) und der Fraunhofer Gesellschaft IZI (Leipzig) und den Firmen QSIL Ceramics GmbH sowie Inmatec Technologies GmbH unter der Koordinierung der terraplasma GmbH durchgeführt.

Die vollständige Pressemitteilung gibt es hier zum Download.

 

Pressemitteilung

Aerosol-unterstützte Kaltplasmatechnologie von terraplasma zur Desinfektion von Oberflächen erreicht wichtigen Meilenstein

Kaltes Atmosphärisches Plasma (kurz: Kaltplasma oder Kaltes Plasma) beweist schon heute seine Wirksamkeit im Bereich der Behandlung von chronischen und akuten Wunden durch eine kontakt- und chemikalienfreie Reduktion von Mikroorganismen. Viren, Pilze, Bakterien, darunter auch Multiresistente Erreger (MRE) werden effizient und nachhaltig durch Kaltes Plasma zerstört. Deswegen lag es nahe, dieses Wirkprinzip auch auf andere Einsatzgebiete wie beispielsweise die Desinfektion von Gegenständen und Oberflächen auszudehnen. Mit einem Prototyp namens „tpTop“, einem handlichen und mobilen Kaltplasma-Dekontaminationsgerät mit Aerosol-Unterstützung, gelang nun eine Deaktivierung von bis zu 99,9% der Mikroorganismen innerhalb einer Behandlung von wenigen Sekunden. Damit eröffnen sich zukünftig neue Anwendungsmöglichkeiten wie beispielsweise die schnelle und nachhaltige Desinfektion von Oberflächen aller Art.

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Messehinweis

Kaltplasma, Biotech und LifeScience: terraplasma zeigt nachhaltige Innovationen in München

„replacing chemicals. the sustainable way.“ Unter diesem Leitsatz wirbt der Innovationsführer aus Garching bei München für die vielen verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Kaltplasmatechnologie in den Bereichen Biotech und LifeScience. So eignet sich Kaltes Plasma perfekt dafür, um beispielsweise konventionelle Desinfektionslösungen mit Chemie, UV, Hitze oder Strahlung zu ersetzen und so echte Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Eine hervorragend geeignete Plattform ist die Veranstaltung BayOConnect, auf der terraplasma aktiv als Aussteller teilnimmt.

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Pressemitteilung

Wirksam gegen PFAS: terraplasma testet erfolgreich eigene Kaltplasmatechnologie zur Wasseraufbereitung

Erfolgreiche Erstversuche beim Behandeln von mit PFAS-kontaminierten Trinkwasser: so gelang es terraplasma, dem Innovationsführer im Bereich Entwicklung und Umsetzung von Anwendungen mit Kaltem Atmosphärischen Plasma (kurz: Kaltes Plasma oder Kaltplasma), mit der selbst entwickelten energiesparenden Kaltplasmatechnologie zur Wasseraufbereitung neben anderen Substanzen wie beispielsweise Mikroorganismen auch PFAS deutlich messbar zu reduzieren. In einer ersten größeren Versuchsreihe mit echten Wasserproben aus einem südbayerischen PFAS-Hotspot konnten einige der sog. „Ewigkeits-Chemikalien“ um bis zu knapp 30% reduziert werden. Grund genug für das Unternehmen, seine Technologie weiter zu optimieren und zusammen mit potenziellen Partnern zu einer fertigen Lösung für die Wasseraufbereitung zu entwickeln.

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